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Schnaps-Ideen der FDP Kriens

Bei der Abstimmung über die Starke Stadtregion von Ende November wurde von den Gegnern des Projekts, unter anderem auch der FDP, immer wieder angeführt, bei einer Fusion würden die „bösen Luzerner“ das Krienser Naherholungsgebiet, den grünen Sonnenberg, überbauen. Wir Krienser hätten daher das Nachsehen.

Zwei Wochen nach der Abstimmung forderte die FDP Kriens in einem Vorstoss prompt, Grundstücke auf dem Sonnenberg seien einzuzonen. Es ist kaum zu glauben, nicht von Luzernern, sondern von einer Krienser Partei kommt diese Forderung! So schnell ändert die FDP ihre Argumentation. Zudem scheint die FDP völlig unsensibel zu sein gegenüber dem Anliegen vieler Stimmberechtigten, dass der Sonnenberg grün bleibt. Vor rund zehn Jahren haben wir erfolgreich dafür gekämpft, dass der Sonnenberg als Naherholungsgebiet erhalten bleibt. Es ging um die gleichen Grundstücke, welche die FDP nun einzonen will. Seit dieser Volksabstimmung, in der die Stimmberechtigten deutlich gegen eine Einzonung gestimmt haben, hat sich nichts geändert. Im Gegenteil, seither gibt es noch mehr Bauzonen und weniger Grünflächen in Kriens.

Kein Wunder also, dass sich wegen ihrem Vorstoss ein Donnerwetter über der FDP ergoss. Jedenfalls hat nun der Motionär der FDP beim Weihnachtsessen des Einwohnerrates den Vorstoss auf der Menu-Karte (!) schriftlich zurückgezogen. Begründung: Er ziehe den Vorstoss zurück, „um dem FDP-Gemeindeammann ein freies Wochenende zu ermöglichen“. Unverständlich, mit welchen Schnaps-Ideen die FDP im Krienser Einwohnerrat auftritt! Kriens braucht gerade auch wegen der finanziellen Situation glaubwürdige Politikerinnen und Politiker, die sich ernsthaft mit den anstehenden Vorlagen auseinandersetzen.

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